Anagart ist der Shop der Künstlerin Ana. Verkauft werden Originalgemälde, Leinwanddrucke, Sticker und ein monatliches Post-Abonnement. Die Aufgabe war ein eigener Verkaufsweg statt einer Plattformmiete: ein Auftritt, der die Bilder zeigt, Zahlungen sicher abwickelt und den Bestand einzelner Unikate zuverlässig führt. Der Verkauf wurde am 25. September 2026 eröffnet.

Warum kein fertiger Shop-Baukasten
Bei einem Unikat gibt es von jedem Bild genau eines. Ein Shopsystem, das für Lagerware gebaut ist, behandelt diesen Fall als Sonderfall. Dazu kamen eine eigene Versandlogik, ein monatliches Abonnement und ein Auftritt, der die Arbeiten ohne Template-Optik zeigen sollte.
Umgesetzt wurde der Shop deshalb als eigene Anwendung auf Cloudflare: statische Seiten, ein Worker für alle Abläufe, eine Datenbank für Katalog, Bestand und Bestellungen sowie ein Objektspeicher für die Bilder. Kein WordPress, kein Shopify, kein Frontend-Framework. Schriften und Bilder liegen auf der eigenen Domain.
Bezahlen, ohne Karten zu berühren
Die Zahlung läuft über Stripe. Der Shop nimmt niemals Kartendaten entgegen. Jeder Preis wird auf dem Server geprüft, bevor eine Zahlung entsteht: Was der Browser sendet, entscheidet nicht über den Betrag.
Der Versand war der schwierigste Teil. Der Preis hängt vom größten Stück im Warenkorb und vom Zielland ab, und der Kunde soll keine Versandart auswählen müssen. Sobald die Lieferadresse im Formular vollständig ist, berechnet der Server die Versandkosten für dieses Land und aktualisiert die Zahlung. Nach der Zahlung wird derselbe Betrag aus der von Stripe geprüften Adresse noch einmal hergeleitet und verglichen. Stimmen die Beträge nicht überein, wird die Sitzung abgelehnt.
Ein Bestand, der auch unter Last stimmt
Während eines Bezahlvorgangs wird das Stück reserviert, damit es nicht zweimal verkauft wird. Die öffentlich sichtbare Menge sinkt jedoch erst, wenn Stripe die Zahlung bestätigt hat. Abgebrochene Bezahlvorgänge geben ihre Reservierung nach Ablauf wieder frei; eine regelmäßige Aufgabe im Hintergrund räumt sie auf.
Diese Reservierung war zunächst angreifbar: Wer viele Bezahlvorgänge startet und keinen abschließt, konnte den Shop „ausverkauft“ aussehen lassen, ohne zu zahlen. Der Bezahlvorgang ist deshalb zusätzlich abgesichert, und eine Bestellung kann von jedem Originalgemälde höchstens ein Stück halten.
Bezahlte Bestellungen gehen auch dann nicht verloren, wenn etwas Ungewöhnliches passiert. Eine Bestellung, deren Versandbetrag nicht zur geprüften Adresse passt, wird als bezahlt erfasst und zur Prüfung markiert, statt stillschweigend zu verschwinden. Die Künstlerin erhält dazu eine Nachricht.

Preise in der Währung der Besucherin
Abgerechnet wird immer in australischen Dollar. Angezeigt wird zusätzlich ein ungefährer Betrag in der Währung des Landes, aus dem die Anfrage kommt. Die Kurse stammen aus einem täglichen Referenzkurs-Abgleich und werden zwischengespeichert; eine Umschaltung im Fußbereich erlaubt eine andere Währung.
Umgerechnete Beträge sind als Näherung gekennzeichnet. Ist der Kursbestand veraltet oder die Quelle nicht erreichbar, zeigt der Shop wieder ausschließlich australische Dollar. Rechnungen, E-Mails und das Dashboard bleiben durchgehend in der Abrechnungswährung.
Das Studio-Dashboard
Ana verwaltet Werke, Bilder, Preise, Bestände, Bestellungen, Abonnements und Anfragen selbst. Neue Werke erhalten ihre eigene Adresse, ohne dass jemand Code veröffentlichen muss.
Der geschützte Bereich hat zwei voneinander unabhängige Schlösser: die Zugangskontrolle von Cloudflare vor der Anwendung und eine zweite Prüfung der Anmeldung in der Anwendung selbst. Fällt eine Ebene aus oder wird sie umgangen, greift die andere. Kundendaten und hochgeladene Referenzbilder sind ohne Anmeldung nicht erreichbar.
Der monatliche Brief und die Mailingliste
Zum Angebot gehört ein monatliches Post-Abonnement, wahlweise laufend oder auf eine feste Laufzeit begrenzt. Abrechnung und Kündigung laufen über den Zahlungsanbieter.
Für die Mailingliste gilt ein bestätigtes Anmeldeverfahren: Eine Eintragung wird erst wirksam, wenn die Inhaberin oder der Inhaber der Adresse den Link in einer Bestätigungsmail öffnet. Jede Adresse trägt einen dauerhaften Abmeldeschlüssel, sodass der Abmeldelink in einer alten E-Mail nicht ins Leere läuft. Die Abmeldung erfolgt über eine Seite mit Bestätigung, damit Linkprüfer niemanden versehentlich austragen.
Was beim Bauen gelernt wurde
Zwei Dinge sind aus der Umsetzung hervorzuheben. Erstens hat sich die Schnittstelle des Zahlungsanbieters während des Projekts geändert: Die zuerst gewählte Variante ließ die serverseitig gesetzten Versandkosten nicht mehr zu, weshalb der Bezahlvorgang auf das eingebettete Formular umgestellt wurde. Zweitens liefen Besucher zeitweise mit veralteten Skripten gegen eine neue Schnittstelle; seitdem trägt jede Datei eine inhaltsabhängige Kennung, sodass ein Browser nach einer Veröffentlichung nicht die Version von gestern ausführt.
Auch gestalterisch gab es einen konkreten Befund: Fotografien der Drucke gaben die Farben durch das Raumlicht zu warm wieder. Verwendet werden deshalb Scans der Arbeiten. Die E-Mail-Vorlagen wurden zusätzlich so gebaut, dass sie in älteren Outlook-Versionen nicht auseinanderfallen.
Was der Fall belegt
Belegt werden die Umsetzung und die geprüften Abläufe: serverseitig berechnete Preise und Versandkosten, ein Bestand, der Unikate korrekt führt, bestätigte Zahlungen, ein geschütztes Dashboard und automatisierte Tests für Bezahlvorgang, Rückabwicklung, Zahlungsbestätigungen und Anmeldeprüfung.
Nicht belegt werden Verkaufszahlen, Besucherzahlen oder Platzierungen. Der Verkauf wurde am 25. September 2026 eröffnet; belastbare Daten über einen aussagekräftigen Zeitraum gibt es zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung nicht. Sobald sie vorliegen und freigegeben sind, können sie hier mit Quelle und Zeitraum ergänzt werden.
Häufige Fragen zum Projekt
Warum kein Shopify oder WooCommerce?
Weil Unikate, eine eigene Versandlogik und ein Abonnement zusammenkamen und der Auftritt nicht nach Template aussehen sollte. Für andere Vorhaben kann eine fertige Plattform die richtige Wahl sein; das klären wir vor der Entwicklung.
Werden Kartendaten im Shop gespeichert?
Nein. Die Zahlung läuft beim Zahlungsanbieter. Der Shop speichert die Bestellung mit Liefer- und Kontaktangaben, nicht die Kartennummer.
Kann die Künstlerin den Katalog selbst pflegen?
Ja. Werke, Bilder, Preise, Bestände und Bestellungen werden im Dashboard bearbeitet. Neue Werke brauchen keine Veröffentlichung von Code.
Gibt es Verkaufszahlen zu diesem Projekt?
Nein. Der Verkauf wurde am 25. September 2026 eröffnet. Zahlen ohne aussagekräftigen Zeitraum würden hier nichts belegen.
Ein ähnliches Vorhaben besprechen
Wenn Sie etwas verkaufen, das nicht in ein Standard-Shopsystem passt — Unikate, eigene Versandregeln, Abonnements — besprechen wir, welcher Teil davon fertige Software sein kann und welcher eigene Entwicklung braucht. Ähnliches Projekt besprechen
Weiterführend: E-Commerce-Entwicklung · Individuelle Webentwicklung · Alle Projekte